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Wie lange braucht ein Hähnchen im Backofen?

Egal, ob „einfach zwischendurch“ oder zum festlichen Mahl: ein Hähnchen schmeckt so gut wie immer lecker!

Ein Aspekt, der mit Hinblick auf den Genussfaktor eine wichtige Rolle spielt, ist unter anderem die richtige Backzeit. Leider gibt es in diesem Zusammenhang keine Standards, auf die zurückgegriffen werden könnte. Vielmehr ist die Zeit zwischen dem Einschieben des Hähnchens und dem Herausholen aus dem Ofen von mehreren Faktoren abhängig.

Wer es hier nicht schafft, den korrekten Zeitpunkt abzupassen, riskiert, dass das Geschmackserlebnis leidet. Doch keine Sorge! Mit ein wenig Hintergrundwissen ist es eigentlich nicht schwer, hier entsprechend vorzusorgen.

Eine wichtige, aber bedingt anwendbare, „Grundregel“

Eine Grundregel, die im Zusammenhang mit der Zubereitung von Hähnchen immer wieder zitiert wird, ist, dass es etwa eine Stunde dauert bis ein Hähnchen von 1kg bei etwa 180°C bis 190°C fertig ist.

Das Problem: die Hähnchen, die im Allgemeinen im Ganzen zum Kauf angeboten werden, sind in der Regel schwerer. Hinzu kommt, dass das Gewicht – ohne Küchenwaage – auch deswegen schwer definiert werden kann, weil es möglicherweise im Ganzen als 1,5 kg verkauft, dann aber Zuhause von den Flügeln und Innereien befreit wird. Kurz: die 1kg Regel lässt sich im Allgemeinen nur schwer anwenden und ist dementsprechend ausbaufähig. Aber wie?

Hier hilft eine einfache, mathematische Formel weiter. Denn: wenn ein 1kg Hähnchen eine Stunde braucht, brauchen 100 Gramm Hähnchen sechs Minuten. Basierend auf den 100 Gramm lässt sich dann wieder die ideale Garzeit für jedes Hähnchen ausrechnen. Ist das Geflügel zum Beispiel 1.300 Gramm schwer, ergeben sich hieraus knapp 80 Minuten im Ofen.

Wer regelmäßig Hähnchen zubereitet und die Flügel vor dem Braten entfernt, sollte sich daher in jedem Fall mit dem Kauf einer Küchenwaage auseinandersetzen. So lässt sich einfach unkomplizierter (und stressfreier) arbeiten.

Eine Standardformel, aber keine Garantie

Mit der oben erwähnten Formel lassen sich im Normalfall die meisten Hähnchen problemlos zubereiten. Aber: abhängig von einigen Faktoren, wie zum Beispiel dem Alter des Tieres oder dem Lagerungsort, kann es sein, dass ein wenig Flexibilität gefragt ist.

Auch die Art der Haltung der Tiere spielt mit Hinblick auf die ideale Bratenzeit eine wichtige Rolle. Dies liegt vor allem daran, dass Tiere, die sich weitestgehend frei bewegen konnten, in der Regel auch mehr Muskeln angesetzt haben. Diese Muskeln erfordern oft eine etwas längere Zeit im Ofen.

Zubereitungszeit
30 Minuten
Schwierigkeit
Einfach

Auch der Backofen selbst beeinflusst natürlich, wie lange gebraten werden sollte. Manche Öfen arbeiten schneller, andere langsamer. Viele Hobbyköche kennen ihre Geräte jedoch gut und wissen, ob diese sich durch vergleichsweise kurze oder lange Backzeiten auszeichnen.

Um hier für ein „perfektes“ Endergebnis zu sorgen, macht es zudem Sinn, sich nicht nur auf die Backzeiten, sondern auf die Kerntemperatur des Garguts zu fokussieren. Ein einfaches Fleischthermometer hilft hier weiter. Eine Kerntemperatur zwischen 80 und 85°C gilt für das Brathähnchen als erstrebenswert. Wer mit einem derartigen Equipment ausgestattet ist, muss nur noch regelmäßige Temperaturkontrollen einplanen, jedoch nicht nach Formeln oder ähnlichem vorgehen.

Doch Vorsicht! Die gemessene Kerntemperatur hat auch Einfluss auf dem Geschmack. Denn: je näher dieser Wert an den erwähnten 85°C liegt, desto trockener wird das Fleisch. Wer also Lust auf ein besonders saftiges Erlebnis hat, sollte sein Brathähnchen mit einer Kerntemperatur von etwa 83°C aus dem Ofen holen.

Das „perfekte“ Brathähnchen ist auch Übungssache

Wer für ein besonders beeindruckendes Geschmackserlebnis sorgen möchte, sollte in Bezug auf das Braten eines Hähnchens gleich mehrere Faktoren beachten.

Am unkompliziertesten ist es jedoch, mit dem erwähnten Thermometer zu arbeiten und regelmäßige Kontrollen am Ofen einzuplanen.

Zu guter Letzt braucht es für das „perfekte“ Hähnchen jedoch noch vor allem eines: Geduld. Dies gilt nicht nur für einen eventuellen Auftauvorgang, sondern auch deswegen, weil hier das Motto „Übung macht den Meister“ angewendet werden kann. Im Laufe der Zeit fällt es vielen Hobbyköchen und -köchinnen immer leichter, Bratzeit und Co. schon im Vorfeld abzuschätzen und so für eine noch stressfreiere Zubereitung zu sorgen.

Wie werden tiefgekühlte Hähnchen gebraten?

Mit Hinblick auf tiefgekühlte Hähnchen gilt dieselbe Grundregel wie in Bezug auf die frische Variante. Wichtig ist hierbei jedoch, dass das tiefgekühlte Produkt zunächst vollständig aufgetaut werden muss. Es gilt dementsprechend, ausreichend Zeit einzuplanen.

Meist reicht es aus, das TK-Hähnchen am Vorabend aus dem Kühlschrank zu holen und es über Nacht – bei Zimmertemperatur – auf den Backvorgang vorzubereiten.

Bevor das Geflügel dann in den Ofen geschoben wird, ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass es – aufgrund des geschmolzenen Eises – nicht zu nass ist. Einfach mit ein wenig Küchenkrepp abtupfen und etwaige Reste entfernen.

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Kann man ein einmal zubereitetes Brathähnchen noch einmal aufwärmen?

Sicherlich gibt es wenige Fragen im Zusammenhang mit Brathähnchen, bei denen die Meinungen derart weit auseinandergehen. Während manche Köche die Reste des Fleisches am darauffolgenden Tag noch einmal in der Mikrowelle oder im Backofen aufwärmen, sprechen sich andere dagegen aus.

Denn: das erneute Aufwärmen sorgt meist dafür, dass das Fleisch deutlich trockener als beim ersten Mal ist. Wer sich mit diesem Gedanken partout nicht anfreunden kann, kann jedoch auf eine beliebte Alternative setzen: den kalten Genuss! Kaltes Hähnchenfleisch lässt sich unter anderem super auf Brötchen oder im Salat dazu einsetzen, für eine besondere geschmackliche Note zu sorgen. Wahlweise kann das Fleisch auch mit einem Dip nach Wahl aufgepeppt werden.

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