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Kartoffeln mit oder ohne Schale essen?

Kartoffeln schmecken in verschiedenen Varianten. Es gibt etliche Gerichte, die mit der beliebten Knolle gezaubert werden können. Von Bratkartoffeln über Kartoffelpüree bis hin zu Pommes ist hier so gut wie alles erlaubt. Besonders beliebt ist in diesem Zusammenhang unter anderem auch die Pellkartoffel, die erfahrungsgemäß mit Schale gegessen wird. Doch ist es eigentlich gesund, Kartoffeln mit Schale zu essen? 

Viele Knollenliebhaber sind hierüber geteilter Meinung. Fest steht: vor allem das Schälen der kleineren Kartoffeln kann zeitaufwendig sein. Aber ist es tatsächlich ratsam, die „Hülle“ ganz einfach mitzuessen?

Achtung! Kartoffeln sind keine Äpfel

… und genau deswegen kann die altbekannte Regel „In der Schale stecken die meisten Vitamine!“ auch nicht angewendet werden. 

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Im Gegenteil! In den Schalen von Kartoffeln können sogar Giftstoffe enthalten sein! 

Weshalb sollten Kartoffeln nicht regelmäßig mit ihrer Schale gegessen werden?

In Kartoffeln sind nicht nur viele Nährstoffe, sondern eben auch Chaconin und Solanin enthalten. Diese sind eigentlich dazu bestimmt, die Kartoffel vor ihren natürlichen Feinden zu schützen. Werden sie vom Menschen in größeren Mengen verzehrt, sind sie schädlich. Genaugenommen sind die Stoffe übrigens in der kompletten Kartoffel enthalten – in der Schale kommen sie jedoch in einer besonders hohen Konzentration vor.

Gerade dann, wenn sich kurz nach dem Verzehr der Schalen Halskratzen oder Beschwerden im Magen-Darm-Bereich zeigen, ist es wichtig, schnell einen Arzt aufzusuchen. 

Derartige Vergiftungssymptome treten jedoch in der Regel nur dann auf, wenn besonders viele Kartoffeln mit Schale (mehrere Kilo) gegessen werden. In welcher Menge die Giftstoffe vertragen werden, ist unter anderem auch vom jeweiligen Körpergewicht abhängig. Anhand der Angabe von „mehreren Kilo“ ist jedoch ersichtlich, dass das Erreichen der kritischen Grenze in der Regel ohnehin (und Gott sei Dank) unter normalen Bedingungen schwierig würde. 

Vorsicht! Die Giftkonzentration in der Kartoffel kann steigen!

Wie sich die Giftkonzentration in der Schale der Kartoffel entwickelt, ist unter anderem auch von ihrer Lagerung abhängig. Spätestens dann, wenn sich die sogenannten „Augen“ und grünliche Stellen gebildet haben, ist Vorsicht geboten. Denn: in diesen Bereichen sind vergleichsweise viele Giftstoffe enthalten.

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Die gute Nachricht ist jedoch, dass besagte „Augen“ und die unansehnlichen Stellen nicht der Grund dafür sein müssen, dass die komplette Knolle weggeworfen wird. Es reicht meist vollkommen aus, die Bereiche mit einem etwas breiteren Rand auszuschneiden. 

Bei der Behauptung, dass sich in der Schale der Kartoffel – sofern diese korrekt gelagert wurde – jedoch besonders viele Nährstoffe befinden, ist übrigens falsch. 

So können die Giftstoffe in der Kartoffel minimiert werden

Wer sicherstellen möchte, dass nur wenige der besagten Giftstoffe in der Kartoffel bzw. in deren Schale enthalten sind, sollte unter anderem die folgenden Tipps beachten: 

  1. Kartoffeln immer im Kühlen und Dunklen lagern 
  2. Nach Möglichkeit Kartoffeln immer schälen – ob vor oder nach dem Kochen ist egal. Das Kochwasser sollte, sofern die Knollen mit Schale gekocht wurden, aber nicht weiter zur Nahrungsmittelzubereitung verwendet werden. 
  3. Augen und grüne Stellen großzügig entfernen
  4. Alte Kartoffeln, die schon leichte „Falten“ aufweisen, sollten nicht mehr verwendet werden – vor allem dann nicht, wenn sie unangenehm schmecken.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf steht einem entspannten (und leckeren) Kartoffelgenuss nichts mehr im Wege. 

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