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Woran erkenne ich verdorbene Lebensmittel?

Viel zu oft kommt es vor, dass sich Lebensmittel im Kühlschrank (bzw. allgemein in der Küche) befinden, die das MHD überschritten haben und deswegen ohne Umwege entsorgt werden.

Dabei zeigt das besagte Mindesthaltbarkeitsdatum im ersten Schritt lediglich an, dass die gewohnte Qualität des Lebensmittels ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zu 100 Prozent gewährleistet werden kann.

In anderen Worten bedeutet dies beispielsweise, dass Farbe oder Konsistenz sich leicht verändern können. In den meisten Fällen (aber nicht immer) ist dieses Lebensmittel jedoch noch ohne Bedenken verzehrbar.

Dies gilt vor allem für Nudeln, Reis, Honig und Marmelade – sofern diese richtig gelagert wurden.

So unterschiedlich die Lebensmittel auch sind, so unterschiedlich ist auch ihre durchschnittliche Haltbarkeit. Doch wann genau ist ein Lebensmittel verdorben und woran lässt sich erkennen, dass es nicht mehr verzehrt werden sollte?

Wie verderben Lebensmittel?

Nicht alle Lebensmittel verderben auf die gleiche Art. Vielmehr unterliegen Speisen unterschiedlichen Prozessen. Sie können beispielsweise schimmeln, faulen, gären oder anderweitig ungenießbar werden.  

Die folgenden Gründe zeigen auf, wie Lebensmittel verderben können und was in diesem Zusammenhang beachtet werden sollte.

Grund Nr. 1: Schimmel

Schimmel entsteht an Plätzen, die sich durch einen zu hohen Feuchtigkeitsgehalt auszeichnen. Der Verzehr von Schimmel kann zu Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und Beschwerden führen.

Besonders gefährlich ist es in diesem Zusammenhang, dass sich Schimmelpilz auch „unsichtbar“ ausbreiten kann. Daher raten viele dazu, Brot, das lediglich an einer Stelle geschimmelt ist, komplett zu entsorgen, um auf Nummer Sicher zu gehen. Die gute Nachricht ist jedoch, dass sich Schimmel weitestgehend eindeutig erschmecken lässt… zumindest dann, wenn er schon etwas weiter fortgeschritten ist. Die Geschmacksnerven dürften daher Alarm schlagen, bevor eine größere Menge konsumiert wurde.

Zubereitungszeit
15 Minuten
Schwierigkeit
Einfach

Grund Nr. 2: Fäulnis

Dieser Prozess kommt vermehrt im Zusammenhang mit Fisch und Fleisch vor. Hier werden die Proteine des Lebensmittels durch Bakterien zersetzt. Äußerlich zeigt sich dies an einer Farbveränderung.

Wenn eine gelb-grünliche Verfärbung vorliegt, ist die Fäulnis fortgeschritten und kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Je nach Ausprägung können Lebensmittelvergiftungen und Durchfallerkrankungen die Folge sein.

Fäulnis kann in der Regel auch am unappetitlichen Geruch erkannt werden.

Grund Nr. 3: Gärung

Lebensmittel gären, wenn Hefen die Kohlenhydrate im Produkt abbauen. Was für die Herstellung von alkoholischen Getränken ein Muss ist, muss bei Säften und Co. unbedingt vermieden werden. Der Gärungsprozess zeigt sich oft auch an einer leichten Schaumschicht, die sich auf dem betreffenden Getränk bildet, weil Kohlenstoffdioxid entsteht.

Gegorene Säfte riechen oft süß bis erdig und erscheinen „irgendwie anders“. Im Zweifel gilt wie im Zusammenhang mit anderen Lebensmitteln auch: besser entsorgen bevor gesundheitliche Risiken in Kauf genommen werden.

Tipp: Um dem Gärungsprozess bei Getränken vorzubeugen, hilft es oft, diese binnen weniger Tage aufzubrauchen und kühl zu lagern.

Grund Nr. 4: Säuerung

Säuerungsprozesse treten vor allem im Zusammenhang mit falsch gelagerter Milch auf. Hier werden die Kohlenhydrate des Lebensmittels durch die eigenen Milchsäurebakterien abgebaut.

Gleichzeitig beginnen die Proteine in der Milch, zu gerinnen und genau deswegen wird diese flockig und oft auch klumpig.

Generell gilt: Milchsäurebakterien mögen keine Kälte und vermehren sich besonders gut, wenn es eher warm ist. Daher sollten Milch und Joghurt immer im Kühlschrank gelagert werden.

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Grund Nr. 5: Fettverderb

Butter und Salatöle können vom sogenannten Fettverderb betroffen sein. Hier werden die Fettsäuren unter anderem von den Fettmolekülen abgespalten. Weitere Prozesse sorgen für einen charakteristischen und ekelerregenden Geruch.

Da Butter zudem noch einen nicht zu unterschätzenden Wasseranteil aufweist, kann sie nicht nur auf diese Weise verderben, sondern auch schimmeln oder durch Hefe gären.

Was deutet auf verdorbene Lebensmittel hin?

Um verdorbene Lebensmittel zu erkennen, ist es im ersten Schritt sinnvoll, seinen Sinnesorganen zu vertrauen.

Das bedeutet: wenn das jeweilige Produkt „irgendwie komisch“ aussieht, riecht oder schmeckt, wird dringend zum Entsorgen geraten. Meist reicht jedoch ein Geruchstest aus, um zu erkennen, ob die Speise noch genossen werden kann.

Wer die Haltbarkeit seiner Lebensmittel möglichst über einen langen Zeitraum hinweg gewährleisten möchte, sollte immer Wert auf die richtige Lagerung bei den richtigen Temperaturen legen. Auf vielen Produkten finden sich auch Angaben dazu, innerhalb welcher Zeitspanne das Lebensmittel verzehrt werden sollte, wenn es einmal geöffnet wurde.

Gegen verdorbene Lebensmittel vorbeugen mit der richtigen Planung

Damit es erst gar nicht dazu kommt, dass Lebensmittel verderben hilft es, sich Wochenpläne für das Essen zu erstellen. Auf Basis eines Wochenplans kann dann eine Einkaufsliste erstellt werden. Wichtig ist, dass nur Lebensmittel eingekauft werden, die auch verbraucht werden können.

Sowohl beim Planen deiner Mahlzeiten als auch beim Erstellen einer Liste helfen wir dir natürlich mit unserer Wochenplan-Funktion und der Möglichkeit, daraus direkt eine Einkaufsliste zu erstellen!

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Einkaufsliste: https://www.lidl-kochen.de/einkaufsliste

Alle Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt, jedoch ohne Anspruch auf Vollständigkeit und inhaltliche Richtigkeit.

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