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Lass Dich inspirieren - die beliebtesten Cocktails

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Basiszutaten - damit wird jede Party zum Erfolg

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Gin ist ein klarer Branntwein, der während der Destillation mit Kräutern und Gewürzen verfeinert wird. Er wird sehr gerne in Cocktails, vor allem zum Apéritif, verwendet. Für den typisch bitteren Gin-Geschmack sorgen Wacholderbeeren und Koriander, weitere häufige Zutaten sind je nach Sorte Anis, Ingwer, Muskat,
Mandel, Zimt, Granatapfelkerne oder Lavendel.

Auch wenn Gin für uns heute ein typisch britisches Getränk ist, so liegen seine Ursprünge in den Niederlanden. Dort wurde er im 16. Jahrhundert als „Genever“ hergestellt, was Wacholder bedeutet. Gedacht war er aber nicht als Spirituose, sondern als stärkende Medizin. Britische Soldaten nahmen das Rezept mit nach Hause, verfeinerten es und machten den Gin zum Nobel-Destillat.

Heute gibt es verschiedene Arten von Gin, die bekanntesten sind der ungesüßte London Dry Gin mit einer starken Wacholdernote und der mit Zuckersirup versetzte Plymouth Gin. Gin hat einen Alkoholgehalt
von mindestens 37,5 Vol.-% bis hin zu
 47 Vol.-%. Für den klassischen Gin Tonic wird ein Teil Gin auf drei Teile Tonic Water gemixt, für Gin Fizz wird die Spirituose mit Sodawasser, Zuckersirup und Zitronensaft kombiniert.

Wodka (russisch für Wässerchen) ist eine der beliebtesten Mixspirituosen, da er wenig Eigengeschmack hat. Besonders gerne wird er zur Herstellung von Fruchtcocktails wie Cosmopolitan oder Sex on the Beach verwendet. Es ist nicht ganz klar, ob Russland oder Polen das Ursprungsland des Wodkas ist, denn in beiden Ländern gibt es Belege für den Beginn der Wodkaproduktion bereits im 14. Jahrhundert.

Wodka wird meistens aus Getreide gebrannt, aber auch Zuckerrohrmelasse, Kartoffeln, Reis oder Mais können als Basis verwendet werden. Klassisch-russischer Wodka besteht aus dem Getreidealkohol von Roggen und Weizen. Dieser wird mit Wasser auf ca. 40 % Reinalkoholgehalt verdünnt. Streng genommen hat der klare Wodka weder Eigengeschmack noch Aroma, da ihm keine Früchte oder Kräuter zugefügt werden.

Drei Dinge bestimmen die Qualität, den Geschmack und die Reinheit eines Wodkas: die Rohstoffe, das Wasser und das Destillationsverfahren. Russischer Wodka wird überwiegend aus Winterweizen hergestellt. Der Filterprozess mit Baumwoll-, Gold- oder sogar Diamantenfiltern kann bis zu acht Mal wiederholt werden.

Während im deutschen der Begriff „Cognac“ häufig allgemein für Weinbrände (englisch: Brandies) verwendet wird, dürfen sich eigentlich nur Brandies aus dem Weinbaugebiet Charente rund um die französische Stadt Cognac so nennen. Die aus Weißwein gewonnenen Branntweine reifen mehrere Monate in Eichenfässern, beim „echten“ Cognac dauert dies je nach Fassgröße mindestens sechs bis zwölf Monate.

In Europa verbreitete sich der Weinbrand im Hochmittelalter, damals diente er medizinischen Zwecken. Der Export von gebranntem und dadurch länger haltbarem, französischen Wein nach Großbritannien, Skandinavien oder Amerika hat seinen Ursprung im 17. Jahrhundert. Ein weiterer Grund für die Destillation des Weines war, dass er durch die langen Transportwege oft sauer wurde, was man durch den hohen Alkoholgehalt des Destillats verhindern konnte.

Brandy und Cognac sind beliebte Spirituosen für Longdrinks oder süß-herbe Cocktails, wie zum Beispiel Brandy Sour oder Mixes mit Kaffee oder Kakaolikör wie Brandy Alexander

Whisk(e)y wird durch Vergären von Getreide oder Getreidemalz, Destillation und der anschließenden Lagerung in Eichenfässern hergestellt und wird daher auch als „gebranntes Bier“ bezeichnet. Für seine Vielfalt an Aromen sind die Rohstoffe, der Herstellungsprozess und die Reifedauer im Fass ausschlaggebend.

Nach einer Legende destillierten die Kelten im 5. Jahrhundert als erste das „Lebenswasser“ aus Gerste – auf gälisch „uisge beatha“, woraus sich der Name Whisk(e)y ableitet. Ob Whisk(e)y nun aus Schottland oder Irland stammt, darüber wird seit Langem gestritten. Den Herkunftsunterschied erkennt man an der Schreibweise: Schottland = Whiskey, Irland = Whisky, wobei die Spanier ebenfalls Whisky produzieren, die Amerikaner Whiskey. Ein weiterer Unterschied: Schotten brennen ihr Gerstenmalz über Torffeuer, was den besonderen Geschmack ihres Whiskeys ausmacht. „Bourbon“ steht heute nahezu als Synonym für US-Whiskey, der aus Mais hergestellt wird. Die Reifung in ausgekohlten Weißeichenfässern verleiht dem Bourbon sein typisches Vanille- oder Karamellaroma.

Heute wird Whisk(e)y meistens pur oder auf Eis getrunken, zum Beispiel als Whiskey Sour. Die süßeren Bourbon Whiskeys sind besser geeignet zum Mixen von Cocktails wie Manhattan oder Broadway.

Rum – ein typisches Piratengetränk? Auf jeden Fall ist Rum eine der ältesten und traditionsreichsten Spirituosen: Kolumbus brachte die Zuckerrohrpflanze in die Karibik, wo sie sich schnell verbreitete und ihre Melasse-Destillation zu einem Erfolg wurde.

Rum wird entweder traditionell auf Basis von Melasse (einem Nebenerzeugnis der Zuckerproduktion) hergestellt oder mit gehäckseltem Zuckerrohr, Zuckerrohrsaft und Wasser produziert. Die daraus entstehende Maische wird fermentiert, gegärt und anschließend destilliert, bis der Alkoholgehalt 65% bis 75% beträgt. Weißen Rum erhält man, wenn man das Ergebnis mit destilliertem Wasser verdünnt. Je länger er gelagert wird, desto goldener wird seine Farbe: Wird der weiße Rum in Eichenfässern gelagert, verringert sich sein Alkoholgehalt, seine Farbe wird dunkler und er nimmt den Geschmack der Fässer auf. Brauner Rum wird zusätzlich mit Zuckercouleur oder Karamellsirup gefärbt. Er ist dadurch süßer als der weiße und schmeckt auch aromatischer.

Dunkler Rum wird bei Cocktails als Basiszutat verwendet, heller Rum eher zum Mixen mit leichten Komponenten. Die bekanntesten Rumgetränke sind Grog, Bacardi Cola oder Tropical Drinks wie Planter’s Punch.

In der mexikanischen Hochebene wächst auf Vulkanböden die blaue Agave, die erst nach acht bis zehn Jahren geerntet werden kann, um aus ihrem Herzstück in einem aufwendigen Verfahren Tequila herzustellen. Die spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert waren die ersten, die Tequila herstellten. Anderer Agaven-Brand, der nicht aus der Region um die Stadt Tequila stammt und weniger strengen Herstellungskriterien entspricht, wird Mezcal genannt.

Was hat es mit dem Wurm im Tequila auf sich? Es war kein Wurm, sondern eine Raupe, die sich in den Flaschen einiger Mezcal-Sorten, aber nie im Tequila befand. So konnte man früher die Qualität des Mezcal überprüfen: Blieb die Raupe im Mezcal konserviert, sprach dies für eine hohe Qualität, und er konnte gefahrlos getrunken werden. Löste sich die Raupe auf, sollte man von diesem Mezcal lieber die Finger lassen.

Tequila ist bekannt für den puren Genuss in Kombination mit Salz und Zitronen, überzeugt aber auch Cocktailfreunde im Long Island Ice Tea, Margarita oder Tequila Sunrise.

Wermut (Vermouth) ist Wein, der mit Gewürzen und Kräutern aromatisiert und angereichert wird. Er enthält ca. 15 bis 18 Vol.-% Alkohol und hat einen relativ hohen Zuckergehalt. Seinen Namen verdankt der Wermut dem gleichnamigen Kraut, dessen bittere Aromastoffe für den Geschmack der Spirituose verantwortlich sind. Das Wermutkraut bildet übrigens auch die Basis für Absinth.

Ursprünglich diente der Zusatz von Kräutern dazu, billige Weine aromatisch zu veredeln – doch Antonio Carpano übernahm 1786 in Turin die Tradition der Mönche aus seinem Heimatdorf und machte daraus einen bekömmlichen Apéritifwein. Italienischer Wermut ist meistens lieblich, während die französischen Varianten eher trocken sind.

Alle Vermouth-Varianten sind pur genossen typische Apéritif-Drinks. Die Geschmacksrichtung „Rosso“ ist bitter-süß, „Bianco“ schmeckt nach Vanille und „Dry“ ist eher fruchtig. Als klassischer Wermut-Cocktail gilt der Martini, der auch Gin und Wodka enthält. Normalerweise wird ein Martini gerührt  – so lassen sich die drei Spirituosen leichter verbinden und der Drink bleibt klar. James Bond bevorzugt seinen Martini jedoch geschüttelt, wodurch er schneller kalt wird.

Die  Anbau- und Herstellungsverfahren aller Schaumweine sind nahezu sind die selben: Dem Wein wird ein Mix aus Zucker und Hefe zugesetzt. Die Hefe verwandelt den Zucker in Alkohol, wodurch der Wein ein zweites Mal gärt und Kohlensäure entsteht. Nun wird die Hefe entfernt, ohne dass die Kohlensäure entweichen kann, und dem Schaumwein wird eine so genannte Dosage aus Alkohol und Zucker hinzugefügt, die für den späteren Geschmack verantwortlich ist.

Anhand des Namens kann man erkennen, woher der jeweilige Schaumwein stammt: Sekt kommt aus Deutschland oder Österreich und wird im Flaschengärverfahren oder Tankgärverfahren produziert. Crémant und Champagner kommen aus Frankreich. Champagner darf allerdings nur genannt werden, was in der Weinregion Champagne nach strengsten Regeln angebaut und in traditioneller Flaschengärung hergestellt wird. Spumante nennt man italienische Schaumweine, wozu auch Prosecco gehört, der aus weißen Trauben der Weinbauregion Veneto stammt. Cava hat ebenfalls strenge Anbauregeln und ist die Bezeichnung für spanischen Schaumwein.

Wer seinen Sekt oder Champagner nicht klassisch pur genießen mag, kreiert daraus leckere Cocktails wie Hugo oder Kir Royal.

Ein Martini Dry ohne Olive? Undenkbar... Die Olive rundet den Geschmack des Shortdrinks optimal ab und wird nicht nur im Glas, sondern auch gerne als Snack dazu gereicht. Allerdings darf der Cocktail auf keinen Fall mit einer öligen, dunklen Olive garniert werden – es sollte eine in Lake eingelegte, grüne Olive sein, die noch ihren Stein enthält.

Oliven passen als Snack-Beilage auch sehr gut zu anderen, trockenen Short- und Longdrinks. Die mediterrane Steinfrucht ist im Rohzustand ungenießbar, erst durch mehrmaliges Einlegen in Wasser verliert sie ihre Bitterstoffe. Schwarze Oliven müssen sehr lange am Baum reifen, bis sie ihre dunkle Farbe erhalten. Grüne Oliven sind also gar keine andere Sorte, sondern einfach nur unreife Oliven, die durch das Einlegen ebenfalls genießbar werden.

Was wäre Caipirinha ohne Limetten, Whiskey Sour ohne Zitronensaft oder Tequila Sunrise ohne Orange? Zitrusfrüchte bringen tropisches Flair in unsere heimischen Bars und sorgen dank der ätherischen Öle ihrer Schalen für ein sauer-fruchtiges Aroma.

Ursprünglich kommen Zitruspflanzen aus den Tropen Südostasiens und werden erst seit dem Mittelalter auch rund um das Mittelmeer angebaut. Ihre Früchte, die biologisch gesehen Beeren sind, enthalten sehr viel Vitamin C und Mineralstoffe.

Wichtig für Cocktails, in denen die Schalen mit verwendet werden: besser unbehandelte, also nicht gespritzte, oder gleich Bio-Zitrusfrüchte verwenden. Bei Limetten muss der Produzent nicht angeben, ob diese mit Konservierungsmitteln behandelt wurden und man sieht es ihnen auch nicht an – Limetten also immer heiß abwaschen und bürsten!

Tipp: Eine Spirale aus Zitronenschale ist ein toller Blickfang und schenkt Cocktails ein tolles Aroma. Doch passen Sie auf, dass Sie tatsächlich nur die gelbe Zeste erwischen – die weiße Schicht der Zitrone enthält nämlich ungenießbare Bitterstoffe.

Ein paar Vitamine können nicht schaden... doch Fruchtsäfte sind nicht nur gesund, sie sorgen in Cocktails auch für sommerlich gute Laune, bunte Farben und geschmackvolle Aromen.

Basis-Saft für sehr viele Cocktails ist der Orangensaft, der zu jeder Spirituose und zu jedem Sirup passt. Bei Orangensaft sollten Sie immer zum 100-prozentigen Saft greifen, denn dieser hat eine höhere Qualität als Orangennektar. Noch besser ist natürlich frisch gepresster Orangensaft.

Nach reinem Kirschsaft werden Sie allerdings lange suchen müssen – den gibt es nämlich gar nicht, denn er wäre aufgrund des hohen Säuregehalts der Kirschen ungenießbar. „Saft“ muss zu 100% aus Früchten bestehen und darf keine Zusatzstoffe wie Zucker enthalten. Für Kirschnektar wird daher der saure Fruchtsaft mit Zucker und Wasser gemischt.

Auch reinen Bananensaft gibt es nicht, da Bananen zu wenig Flüssigkeit enthalten und daher mit Wasser gemischt werden müssen. 

Tonic bedeutet „Tonikum“ – und das Tonic Water wurde tatsächlich als Medizin entwickelt: Britische Offizieren, die um 1870 im Einsatz in Indien waren, mischten die bitter schmeckende Tinktur aus Chinin (einem fiebersenkenden Stoff aus gemahlener Baumrinde), sowie Limetten, Zucker und Sodawasser zur Vorbeugung gegen Malaria. Laut einer Legende erfanden britische Seeleute damals auch gleich den Gin Tonic, da sie die bittere Medizin zur Geschmacksverbesserung einfach mit Gin mischten.

Das heute erhältliche Tonic Water enthält nicht mehr so viel Chinin wie das damalige Tonikum. Dennoch hat es einen leicht bitteren Geschmack, der sich perfekt für Cocktails und Longdrinks eignet, wie zum Beispiel Florida, Wodka Tonic oder den alkoholfreien Limbo.

Süß und gleichzeitig bitter? Die kohlensäurehaltige Limonade ist die perfekte Basis für eine große Anzahl köstlicher Cocktails. Neben Zitronensaft oder Limettenextrakt enthält Bitter Lemon Zucker, Aromastoffe und Soda-Wasser. Wie Tonic Water, wurde auch Bitter Lemon dank seiner Zutat Chinin von den Kolonialmächten zur Malariaprophylaxe verwendet 

Bitter Lemon eignet sich ideal für Longdrinks in Kombination mit Gin oder Wodka oder für Cocktails wie Vampire’s Delight oder Sahara. Inzwischen gibt es auch die noch fruchtigere Version Bitter Orange, die statt Zitronensaft Orangensaft enthält.

Sirups gelten in Cocktails als „Modifier“, das heißt, sie bestimmen das Aroma und harmonisieren mit der (meist alkoholischen) Basis. Fruchtsirup wird durch das Einkochen von Fruchtsäften, das Mischen mit Zucker und ein weiteres Aufkochen hergestellt. Dank seines hohen Zuckergehalts ist er sehr lange haltbar, auch ungekühlt.

Bei uns ist vor allem Himbeersirup durch seine Verwendung in Berliner Weiße bekannt. Cassis oder Grenadine sind zwei weitere der beliebtesten Fruchtsirups, die vor allem für alkoholfreie Cocktails verwendet werden, aber auch in Spirituosen für ein süß-fruchtiges Aroma sorgen. Cassis ist Sirup aus schwarzen Johannisbeeren und krönt Champagner zu Kir Royal, Grenadine wird aus Granatapfelkernen hergestellt und gibt zum Beispiel Tequila Sunrise seine rote Färbung.

Erdbeer-, Maracuja- oder Limettensirups sind ebenfalls beliebte Cocktailzutaten. Etwas exotischer sind Sirups aus Kaktusfeigen, Rosen oder Wassermelonen. Den bekannten Cocktail-Likör Curaçao aus Orangen gibt es ebenfalls in einer alkoholfreien Sirup-Variante.

Cocktails werden bei Temperaturen zwischen 0 und 4 °C serviert – ohne Eis geht also gar nichts. Eiswürfel werden zum Shaken und Rühren von Cocktails oder für „on the rocks“ Drinks verwendet und haben eine Kantenlänge von ca. 2 bis 4 cm. Im Trend liegen zurzeit auch Eiskugeln (ice balls) mit einem Durchmesser von 5 cm, die Drinks extra lange kühlen, oder die aus Japan stammenden, mit einem Messer kunstvoll geschnitzten Eisdiamanten. Das feinkörnige Crushed Ice wird meist im Eiscrusher aus Würfeln hergestellt und schmilzt dadurch schneller. Man verwendet es für karibische Cocktails oder als Basis für Frozen Drinks.

Unser Tipp: Die Menge an Eis, die man für eine Cocktailparty braucht, ist nicht zu unterschätzen. Deshalb lieber ein paar Tage vorher in praktischen Eiswürfelbeuteln schon einmal Würfel auf Vorrat herstellen!

In Bars gilt die Regel, dass Eis immer nur ein einziges Mal verwendet werden darf. Die Eiswürfel, die zum Mixen im Shaker oder im Rührglas waren, werden beim Abseihen entfernt. Da sie bereits aromatisiert sind, werden zum Kühlhalten der Drinks wieder frische Eiswürfel oder Crushed Eis verwendet.

Zuckersirup

Neben Alkohol ist Zucker der wichtigste Geschmacksträger für Cocktails. Da sich Kristallzucker jedoch nicht so leicht mit den anderen, kühlen Zutaten verbindet, wird in Bars häufig Zuckersirup (auch Läuterzucker genannt) verwendet. Er besteht aus einem Teil Wasser und einem Teil Zucker und ist auch ganz leicht selbst herzustellen.

Andere Zuckersirups aus Zuckerrohrsaft oder Melasse werden oft mit Aromen versetzt und sorgen für einen besonderen Geschmack: So gibt es zum Beispiel Zuckersirups mit Gin-, Rum- oder Tequila-Aromen, die für alkoholfreie Cocktails verwendet werden können.

Basisutensilien für Deine Cocktailbar – die Grundausstattung

Basisutensilien für Deine Cocktailbar – die Grundausstattung

Um fein gecrushtes Eis für Tropical Drinks zu erhalten, müssen die Eiswürfel erst durch den Eiscrusher gejagt werden. Diese gibt es zum Selberkurbeln oder elektrisch, was natürlich sehr viel bequemer ist. Wer keinen Eiscrusher zur Hand hat, gibt die Eiswürfel in einen Gefrierbeutel, wickelt diesen in ein Küchenhandtuch und haut ein paar Mal kräftig mit einem Hammer drauf oder nimmt ein Nudelholz zum Zerkleinern.

Cocktail-Profis arbeiten mit speziellen Standmixern, die ihnen feste Zutaten, wie zum Beispiel Früchte, fein pürieren. Solche Profi-Blender können sogar Eis zerhacken und sorgen für einen schönen, gleichmäßigen Schaum bei tropischen Drinks. Wer noch am Anfang seiner Barkeeper-Karriere steht, kann für die Früchte auch einen Pürierstab verwenden und sich den Luxus eines Blender erst einmal sparen.

Damit nach dem Shaken oder Rühren keine Eiswürfel oder Fruchtstücke im Cocktailglas landen, wird der Drink durch einen Strainer, auch Abseiher genannt, ins Glas gegossen. Der gängigste ist der Hawthorne-Strainer, bestehend aus einer runden Edelstahlplatte, an deren Rand sich eine Drahtspirale befindet, wodurch er sich perfekt an die Öffnung des Shakers anpasst. Der Julep-Strainer sieht eher aus wie ein runder Löffel mit kleinen Löchern, durch die der Cocktail ins Glas fließen kann.

Gängige, dreiteilige Shaker haben häufig einen integrierten Siebeinsatz – aber Achtung: Bei dickflüsssigen Cocktails muss dieser entfernt werden, sonst verstopfen die Zutaten die Löcher. Ein echtes Barsieb hingegen lässt auch dickflüssigere Zutaten passieren.

Nicht nur inhaltlich, auch optisch sollten Cocktails etwas hermachen, also werden sie farbenfroh dekoriert und damit noch attraktiver für die Gäste. Neben Früchten und exotischen Blüten sind besonders die bunten Papierschirmchen beliebt, die uns an die Eisdielen in Kindertagen erinnern. Auch Strohhalme sind wichtig, damit die schöne Deko ringsherum nicht durch das Trinken des Cocktails zerstört wird.

Tipp: Der so genannte Crustarand sieht toll aus und passt auch geschmacklich hervorragend zu den meisten Cocktails, da er sehr variabel ist: Der Rand des Glases wird dafür in eine Schüssel mit Zitronensaft oder farbigem Sirup getaucht. Auf einen kleinen Teller schüttet man Kokosraspeln, braunen oder weißen Zucker, stellt darauf das Glas und dreht es vorsichtig. Je nach Art des Drinks kann man für den Crustarand auch Salz verwenden.

Mit einem langstieligen Barlöffel aus Edelstahl werden Eis und Cocktailzutaten im Glas gerührt. Häufig haben Barlöffel einen spiralförmig gedrehten Griff, damit man sie leichter zum Verquirlen von Getränken benutzen kann. Die meisten Barlöffel fassen 0,5 cl und können daher auch als Maß für kleine Mengen Sirup oder Sahne verwendet werden.

Für die besondere Zubereitungsart eines Pousse-Café-Cocktails (z.B. B52), der sich dadurch auszeichnet, dass er aus stabilen Schichten der einzelnen Zutaten besteht, lässt man diese Zutaten ganz langsam über den Rücken des Barlöffels ins Glas laufen.

Stößel werden verwendet, um aus den Blättern von Kräutern wie Pfefferminze oder Basilikum die ätherischen Öle herauszulösen (durch das Hacken mit dem Messer würden diese Aromen kaputt gehen). Für die Limetten im Caipirinha ist ein Stößel ebenfalls unerlässlich, um so viel Saft und Aromen wie möglich aus den Zitrusfrüchten herauszuholen.

Da viele Cocktails mit frischem Fruchtsaft zubereitet werden sollten, gehört eine einfache Zitruspresse zu den Basics aller Cocktailliebhaber. Wer mehr Geld ausgeben möchte, holt sich einen elektrischen Entsafter.

Tipp: Da man frisch gepressten Zitrussaft einen Tag lang im Kühlschrank aufheben kann, sollte man die Früchte vor einer Party rechtzeitig auspressen und kühl stellen, dann geht am Abend selbst nicht so viel Zeit dafür drauf.

Ohne Eiswürfel  kein Cocktail – so einfach ist das. Ein typischer Anfängerfehler ist es, zu wenige Eiswürfel vorbereitet zu haben, da die Würfel aus dem Shaker nach der Zubereitung weggeschüttet werden und frische Würfel ins Glas kommen. Man kann also nie genug davon haben und die handelsüblichen Eiswürfelformen in den Gefrierschränken bieten oft gerade mal den Bedarf für einen einzigen Cocktailfreund. Also her mit den praktischen Eiswürfelbeuteln: Diese gibt es nicht nur in der gewöhnlichen Würfelform, sondern auch als Herzen, als Mini-Würfel oder länglich, um sie direkt in eine Wasser- oder Bierflasche zu stecken. 

Tipp: In die Eiswürfelbeutel kann man auch dunklen Fruchtsaft einfüllen, um bunte Eiswürfel zu erhalten, die den Drinks einen Farbkick geben.

Das wichtigste Werkzeug eines Barkeepers ist der Shaker. Profis nehmen gerne den zweiteiligen Boston Shaker, bestehend aus einem Mixglas und einem Edelstahlbecher. Zum Mixen werden beide Elemente ineinander gestülpt, zum Rühren wird nur das Glas verwendet. Zum Abseihen wird ein zusätzliches Barsieb verwendet, damit Eiswürfel und Fruchtstücke im Shaker bleiben.

Für die Hausbar gibt es dreiteilige Shaker aus Edelstahl, die einfacher in der Handhabung sind. Sie enthalten ein integriertes Sieb, das die Eiswürfel beim Ausgießen zurück hält, und einem kleinen Deckel. Das Fassungsvermögen reicht von 0,5 bis 0,7 Litern, während die Verschlusskappe oft als Messbecher verwendet werden kann, da sie in den meisten Fällen genau 2 cl fasst.

Messbecher

Äußerst wichtig bei der Zubereitung von Cocktails ist das genaue Abwiegen. Ein Barmaß ist ein Muss für jede private und professionelle Cocktailbar. Besonders praktisch sind hier die Doppelmaße aus Edelstahl, die auf einer Seite 2 cl und auf der anderen Seite 4 cl fassen.

Jede Art von Drink – zum Beispiel Longdrinks, sahnige Tropical Drinks oder Shots – gehört laut den guten Barsitten in ein anderes Glas. Erfahren Sie mehr dazu in unserer Gläserkunde.

Gläserkunde - die wichtigsten Cocktailgläser im Überblick

Gläserkunde - die wichtigsten Cocktailgläser im Überblick

Dank seiner V-ähnlichen Form wird das Martiniglas gleich erkannt. Der 15 cl fassende Kelch wirkt elegant und wird neben Martini auch gerne für sahnig-süße oder Kaffee-Cocktails verwendet.

Ursprünglich war der Tumbler das typische Glas für Whisk(e)y oder für andere pure Drinks „on the rocks“, wie z.B. Bailey’s oder Sours. Inzwischen ist der niedrige, ca. 15 cl fassende Becher mit dem dicken Boden auch als Caipirinha-Glas weltbekannt.

Cocktails mit Sekt oder Champagner präsentieren sich besonders schön in diesen hohen Flöten, die 15 bis 20 cl fassen. Die schlanke Form hat aber auch einen physikalischen Hintergrund: Aufgrund des kleinen Durchmessers kann die Kohlensäure nicht so schnell entweichen. Und da das Glas am Stiel angefasst wird, bleibt der Drink schön kühl.

Natürlich sehen Champagnercocktails auch in Sektschalen schön aus, nur prickeln sie dann eben nicht so lange.

Die Cocktailschale umfasst meistens 20 cl und wird wie der Sektkelch am Stiel angefasst, damit der Inhalt – meist klassische Shortdrinks , die keine Eiswürfel enthalten – nicht zu schnell warm wird. In Cocktailschalen kommen bunte Drinks besonders gut zur Geltung.

Ein hohes, schmales Longdrinkglas fasst ca. 20 bis 30 cl. Cocktails im Longdrinkglas werden mit Strohhalm und Eiswürfeln oder Crushed Eis serviert, wie zum Beispiel Cuba Libre oder Mojito. Longdrinkgläser eignen sich auch besonders für alle Cocktails, die mit alkoholfreien Getränken wie Wasser oder Cola als so genannte Filler aufgeschüttet werden.

Da das große Cocktailglas mit seinem Volumen von ca. 38 cl sehr viel Eis und Flüssigkeit aufnehmen kann, ist es das am häufigsten verwendete Glas in Bars. Vor allem süße Cocktails wie Mai Tai oder Sex on the Beach fühlen sich darin besonders wohl. Doch nicht immer sind große Cocktailgläser geschwungen und verspielt wie das typische, bauchige Colada- oder Ballonglas – es gibt sie auch in schlichten, geraden Formen.